Vegane “Kinder Pingui” selber machen

Kinder Pingui vom Hersteller Ferrero sind als kleine Zwischenmahlzeiten sehr beliebt, nur leider eignen sie sich nicht für Veganer. Eine vegane Variante ohne Zutaten tierischen Ursprungs wurde bislang noch nicht auf den Markt gebracht.

Allerdings gibt es eine positive Nachricht – die vegane Abwandlung lässt sich schnell und einfach selbst herstellen. Wie es funktioniert und welche Zutaten dafür benötigt werden, kann man in den folgenden Absätzen nachlesen. Weitere spannende Ideen für Kinder Pingui-Rezepte ohne Tierleid sind ebenfalls zu finden.

kinder pingui vegan

Zutaten

Zunächst braucht man für rein pflanzliche Pingui natürlich Zutaten, die Butter und Milch ersetzen können. Darüber hinaus ist ein Ei-Ersatzprodukt für den saftigen Teig erforderlich. Als Schokolade kommen dunkle, milchfreie Sorten infrage. Man findet sie in den Süßwarenregalen von Reformhäusern beziehungsweise Biomärkten.

Zutaten Schokoteig

  • 50 g Mehl
  • 100 ml Mandel- oder Hafermilch
  • 2 gestr. Teelöffel Ei-Ersatz (Biomarkt)
  • 1 1/2 Esslöffel Speiseöl
  • 100 g vegane Zartbitterschokolade (60 % Kakaoanteil)
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Backpulver

Zutaten ‘Milchcreme’-Füllung

  • 100 ml Sojamilch
  • 50 g Kokosfett
  • 50 ml Speiseöl
  • 1 1/2 bis 2 Esslöffel Zucker
  • 1 1/2 Pck. Sahnesteif
  • 50 g vegane Schokolade
  • ggf. 2 Esslöffel Kokosfett

Zutaten Schokoladenüberzug

  • 50 g vegane Schokolade
  • 50 g Kokosfett

Zubereitung

Zuerst heizt man den Backofen auf etwa 180 Grad Umluft vor. Die Schokolade in einem Wasserbad zergehen lassen, beiseite stellen und aus den übrigen Zutaten einen Teig ansetzen. Anschließend die noch flüssige Schokolade hinzugeben, nochmals gleichmäßig unterheben. Den Teig in eine eckige, ausgefettete Backform füllen, glatt streichen und für ca. 15 bis 20 Minuten im Ofen backen. Bei Bedarf macht man die Stäbchenprobe: Bleiben keine Teigreste mehr am Holzspieß haften, kann man die Form mit dem Kuchenteig wieder herausnehmen.

Im nächsten Schritt rührt man die Creme an. Das Kokosfett in einem Topf zerfließen lassen, vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Alle weiteren Zutaten bis auf die Schokolade in einer Schüssel miteinander vermengen. Den ausgekühlten Teig aus der Form herauslösen und in der Mitte quer halbieren. Auf der unteren Hälfte verstreicht man einen Teil der Creme, der Rest bleibt später für die Oberseite zurück. Anschließend lässt man die Schokolade wieder im Wasserbad flüssig werden. Dabei nochmals etwas Kokosfett hinzufügen. Die fertige Masse auf der Cremeschicht verteilen, danach die zweite Teighälfte mit dem Rest Creme versehen. Beide Hälften aufeinandersetzen und das Backwerk für ungefähr eine halbe Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Nach der Kühlzeit setzt man nochmals ein Wasserbad an, um Fett und Schokolade für den Überzug zu verflüssigen. Diese Mischung verteilt man zum Schluss auf dem Teig, sodass er vollständig bedeckt ist. Im Kühlschrank aushärten lassen, herausnehmen und in gleich große Stücke teilen.

Anmerkung: Die vegane Zubereitung ist selbst ohne herkömmlichen Ei-Ersatz möglich. Zum Beispiel bindet auch Apfelmus den Teig, sodass man eine glatte Masse erhält. Zusätzlich verleiht er den Riegeln noch eine köstliche Fruchtnuance.

Varianten

Das zuvor genannte Grundrezept lässt sich wunderbar verfeinern – sei es aufgrund saisonaler Anlässe oder wegen spezieller Bedürfnisse von Allergikern.

Sommerliche Kokos-Pingui

In diesem Fall hebt man 70 g Kokosraspeln unter den noch rohen Teig. Die anderen Zubereitungsschritte bleiben hingegen unverändert. Nach dem abschließenden Überziehen mit der Schokoladen-Kokosfett-Mischung wird das Gebackene nochmals mit einem Esslöffel Raspeln bestreut. Dabei sollte die Schokoladenschicht noch etwas feucht sein. Abschließend kann sie in der Kälte fest werden.

Im Sommer lässt sich die schokoladige Mitte zwischen den Cremehälften durch eine Fruchtmasse ersetzen. Erdbeeren, Himbeeren oder Waldfrüchte werden püriert, gründlich durch ein Sieb gestrichen und mit etwas Zucker gesüßt. Die Masse auf der Creme verteilen und beide Creme-Teig-Hälften wie im Grundrezept aufeinander platzieren.

Vegane Kinder Pingui für die Adventszeit

Anstelle von Kokosraspeln wandelt man den Teig für die Pingui mit Zimt und/oder Lebkuchengewürzen zu einer weihnachtlichen Kreation ab. Ein bis zwei gehäufte Teelöffel Gewürze werden dafür unter den rohen Teig gehoben. Nach Belieben rundet man auch die halbflüssige Kuvertüre mit einer Prise Würze ab.

Glutenfreie Riegel

Wer allergisch auf Gluten reagiert, kommt dennoch in das Vergnügen veganer Pingui-Kuchenstücke. Anstelle von Weizenmehl greift man auf Mehl aus gemahlenen Mandeln zurück. Überdies bieten Reformhäuser eine Reihe von glutenfreien Mehlersätzen an. Für die Creme verwendet man als Allergiker zudem keine Hafermilch, sondern auf Mandel- oder Sojamilchsorten.

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